Hilfe bei krankhaftem Übergewicht

Krankhaft Übergewichtige haben meist einen langen Leidensweg hinter sich. Klassische Diäten wirken häufig nicht und herkömmliche Therapieformen bringen ebenfalls keinen Erfolg. Wer übergewichtig ist, trägt im Leben nicht nur viel zu viel Kilos mit sich. Häufig leiden die Betroffenen auch unter Begleiterkrankungen und tuen alles dafür, um abzunehmen. Ab einem BMI von 40 (35, sofern bereits Begleiterkrankungen vorliegen) ist ein chirurgischer Eingriff die wirksamste Methode zur Gewichtsreduktion. Hierauf haben sich Dr. Jürgen Tepel und Georg Sandhäger vom Interdisziplinären Adipositas Zentrum im Klinikum Osnabrück spezialisiert. Jetzt ist dazu ein Video erschienen: https://www.youtube.com/watch?v=KqKbkevSiT0

Ziel eines chirurgischen Adipositas Eingriffs ist neben der Gewichtsreduktion eine Verbesserung der Lebensqualität sowie eine Verringerung von Gesundheitsrisiken und damit eine Verlängerung des Lebens. Eine Altersbeschränkung gibt es für diese Eingriffe nicht. Auch für ältere Patienten kommt eine Adipositas Operation in Frage.

 

Welche Operationsmethoden gibt es?

Dr. Tepel und Sandhäger vom Klinikum Osnabrück unterscheiden zwischen zwei Operationsmethoden:

  1. Operationen, die bewirken, dass sich die Menge der aufgenommen Nahrung reduziert. Dazu gehören Operationsmethoden wie die Magenverkleinerung, das Magenband oder der Magenschlauch.
  2. Operationen, die bewirken, dass die Nahrungsaufnahme im Verdauungstrakt behindert wird, z.B. durch die Verkürzung des Verdauungstraktes. Dazu gehört die klassische Bypass-Operation.

 

Nebenwirkungen einer Adipositas-Operation

Nach einer erfolgreichen OP ist der Patient über einen längeren Zeitraum unter- oder Mangel-ernährt.  Dies ist dadurch zu erklären, dass der Körper nach der OP bestimmte Vitamine oder Nährstoffe gar nicht oder vermindert aufnimmt. Diese müssen dann ergänzt werden. Durch die operative Veränderung des Verdauungstraktes wird auch seine Funktion verändert. Dies kann zu Verdauungsstörungen führen, die medikamentös behandelt werden können. Entscheidend dabei ist, dass für die betreffende Person das individuell richtige Operationsverfahren ausgewählt wird.

 

JoJo Effekt

Der positive Effekt der Adipositas Operation ist, dass es JoJo Effekte in den überwiegenden Fällen nicht gibt. Langfristig kann es möglicherweise zu einer leichten Gewichtszunahme kommen, die erfahrungsgemäß aber deutlich gering ausfällt. Um dem entgegenzuwirken, bietet das Klinikum Osnabrück eine persönliche Ernährungs- und Bewegungsberatung an.

 

Langzeittherapie

Basis einer erfolgreichen Adipositas Operation ist eine gute Vorbereitung auf den Eingriff. Diese Vorbereitung sieht am Klinikum Osnabrück eine umfangreiche Ernährungsberatung sowie Bewegungs- und Verhaltenstherapie vor. Nach der OP greift ein einjähriges Nachsorgeprogramm, das als Gruppentherapie Ernährungsfragen, Bewegungs- und Verhaltensweisen umfasst. Damit wird das Risiko auf ein erneutes Übergewicht deutlich reduziert.

 

Kosten

Grundsätzlich stellt der Patient vor der OP bei seiner Krankenkasse einen Antrag auf Übernahme der Kosten. Dazu müssen in der Regel bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Hier spielt das Gewicht und mögliche Begleiterkrankungen eine Rolle. Wenn diese Anforderungen erfüllt sind, stimmt die Krankenkasse der Kostenübernahme meist zu.

 

 

Barbara

Barbara

Gesundheit ist eine Lebenseinstellung - nach diesem Motto lebe und arbeite ich seit über 20 Jahren in der Medienbranche - als Journalistin, Geschäftsführerin, Netzwerkerin & Expertin für Gesundheit, Ernährung und Fitness

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